Berufe

Im Hochbaubereich gibt es eine Vielzahl von Ausbildungsberufen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Berufe reichen von direkten Bauberufen wie Maurern bis hin zu Bauaustattern wie Bauwerksabdichtern oder auch Estrichlegern.

Außerdem kann man einen `Techniker` machen, diverse Bachelor- und Masterabschlüsse (früher: Dipl. Ing. (FH) und Dipl. Ing) im Baubereich erwerben und sich bis hin zum Master of Technical Education (Lehramt für Berufsbildende Schulen/ Berufkollegs) mit der beruflichen Fachrichtung Bautechnik weiterbilden.

Hier eine Auswahl von Ausbildungsberufen in Deutschland, die mit dem Hochbau zu tun haben:

  • Ausbaufacharbeiter/ in

Diese bundesweit geregelte 2-jährige Ausbildung wird in Industrie und Handwerk in folgenden Schwerpunkten angeboten. Wer möchte, kann ein drittes Ausbildungsjahr durchführen und darf sich dann `Zimmerer`, `Stuckateur` usw. nennen. Schwerpunkte des Ausbaufacharbeiters:

  • Mit den Vertiefungsrichtungen: Geotechnik, Mörtel- und Betontechnik, Asphalttechnik
  • Bauzeichner/ in
  • Mit den Schwerpunkten: Architektur (Hochbau), Ingenieurbau, Tief-, Straßen- und Landschaftsbau
  • Beton- und Stahlbetonbauer/ in
  • Betonfertigteilbauer/ in
  • Mit den Schwerpunkten: Betonstein und Terrazzo, Betonfertigteilbau
  • Mit den Schwerpunkten: Maurerarbeiten, Beton- und Stahlbetonarbeiten, Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten
  • Mit dem Schwerpunkt: Bauten- und Korrosionsschutz
  • Mit den Schwerpunkten: Boden, Polstern, Raumdekoration, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen, Wand- und Deckendekoration


Weiterbildung im Baubereich

Es besteht die Möglichkeit, sich zum `Bautechniker/ in Fachrichtung Hochbau` weiterzubilden. Dies kann man z.B. an berufsbildenden Schulen in Voll- und Teilzeit mit entsprechenden Voraussetzungen tun. Dazu gehören beispielsweise eine einschlägige Berufsausbildung oder der Nachweis einer mehrjährigen beruflichen Tätigkeit sowie ein entsprechender Schulabschluss. Ein Abschluss als `staatlich geprüfter Techniker` kann auch zum Besuch einer Fachhochschule berechtigen.


Studiengänge im Baubereich

Die Studiengänge Architektur und das Bauingenieurwesen enden nach 6 bzw. 8 Semestern mit einem berufsqualifizierenden Abschluss. Auf der `Bologna Konferenz` wurde 1999 beschlossen, die bestehenden Studiengänge umzustrukturieren. Seit einigen Jahren stellen die FHs und Unis auf die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse um. Diese ersetzen den bekannten `Dipl.-Ing.`. Mittlerweile kann man nur noch nach den neuen Regelungen studieren.

Die Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen werden in diversen Fachrichtungen an Fachhochschulen, Universitäten oder technischen Universitäten angeboten und enden nach 6 Semestern mit dem `Bachelor of Science (B.Sc.)` bzw. nach 8 Semestern mit dem `Master of Science (M.Sc)`. Einige Beispiel für Fachrichtungen der Architektur:

  • Architektur und Stadtforschung
  • Bausanierung und Denkmalpflege
  • Environmental Design
  • Mediamanagement
  • Städtebau
  • Umwelt
  • u.v.m.

Einige Beispiele für die Fachrichtungen im Bauingenieurwesen:

  • Massivbau
  • Bauwerksplanung und -konstruktion
  • Stahlbau
  • Wasser und Umwelt
  • Verkehrswesen
  • u.v.m.

Weitere Studiengänge im Bereich des Hochbaus sind `Immobilienwirtschaft- und Management` bzw. `Bauprozessmanagement` . Hier steht die Immobilie im Mittelpunkt. Schwerpunkte können im Bereich der Vermarktung, der Verwaltung und Instandhaltung, der Entsorgung sowie in baurechtlichen und bauwirtschaftlichen Fragen liegen. Das Studium endet ebenfalls mit einem berufsqualifizierenden Abschluss als B.Sc. oder M.Sc.


Lehramt im Baubereich

Ob mit oder ohne vorhergehendes Studium kann man das `Lehramt für berufsbildende Schulen` (z.B. Niedersachsen) oder das `Lehramt für Berufskollegs` (z.B. NRW) mit der beruflichen Fachrichtung Bautechnik studieren. Als Berufsschullehrer unterrichtet man alle Ausbildungsberufe sowie das Beurfgrundbildungs- und das Berufsvorbereitungsjahr des Baubereichs z.B. in Fachrechnen, Fachzeichnen, Fachkunde bzw. in den neuerdings sogenannten `beruflichen Handlungsfeldern`.

Parallel zum Hauptfach studiert man `Berufs- und Wirtschaftspädagogik` sowie ein Unterrichtsfach wie Politik, Sport, Englisch etc. Das Unterrichtsfach vermittelt man in Klassen aller Fachrichtungen.

Bisher wurde das Studium mit der `Ersten Staatsprüfung` (erstes Staatsexamen) abgeschlossen. Doch auch diese Studiengänge sind umstrukturiert und der quasi neue Abschluss heißt: Bachelor- bzw. Master of Education. Aber Achtung: Das das alte Staatsexamen ist mit dem Master-Abschluss gleichzusetzen. Ein `Bachelor of Education` berechtigt nicht zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst an den Schulen (Referendariat).

Absolventen das Bachelorstudiengangs können nach den 6 Semestern beispielsweise eine Berufstätigkeit im Bereich der Berufsbildung und betrieblichen Trainingsmaßnahmen in der Industrie aufnehmen.

Eine verkürzte Studienzeit für das Lehramt bekommt man mit einem einschlägigen vorangegangen Abschluss an FH oder Universität.



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