Fachfragen bei Hochbau.de

 
Hotte (Gast) fragt am 07.10.2009:
 
Guten Tag ,
an unserem Ca. 3 J. alten Neubau haben wir vor ca. 1,5 J. am gesamten Haus Sandnester in den Klinker-Aussenfugen festgestellt. Nach ca. 1 Ja. hat der Fuger der Bauunternehmung die Fugen ausgebessert. Das ERgebnis ist in meinen Augen nicht akzeptabel.(Foto)
Was kann in Zukunft mit den ausgebesserten Stellen passieren u. muss
ich das so hinnehmen ? Eine Verlängerung der Gewährleistung auf die Fugen lehnt er ab. Was kann oder sollte ich tun ?

Viele Grüsse
Hotte
 
Anlagen zu diesem Beitrag:
 
 
 
 
  
 
6 Antwort(en), letzte am 22.10.2009:
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 07.10.2009:
 
Haben Sie ein Foto des Neubaus von direkt nach der Fertigstellung?
Waren die Fugen da nicht auch viel heller?
Machen Sie Ihren Vorbehalt schriftl. geltend und warten Sie dann ein Jahr ab, ob sich die ausgebeseerten Stellen nicht farblich anpassen. Wenn der gleiche Fugenmörtel verwendet wurde, ist das nämlich anzunehmen.
Wenn das nicht passiert, können Sie immer noch nachverhandeln.
 
 
Gast (Gast) schreibt am 10.10.2009:
 
Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort , nur leider bringt mich das nicht viel weiter. Versuche kurz den gesamten Hergang zu schildern:
Fugen waren ca. 1,5 J. alt - reklamiert - Unternehmer hat sich nach einem halben Jahr nach langem HickHack bereiterklärt , die Fugen nachzubessern u. eine Farbabgleichung vorzunehmen - ich hatte da schon Bedenken wegen dem Farbunterschied u. hatte eine Musterwand verlangt - diese ist dann nach Monaten vom Fuger gemacht worden -
das Ergebnis war für mich unbefriedigend u. nichts anderes als das , was auf dem Foto zu sehen ist - das habe ich ihm auch mitgeteilt u. um eine weitere Farbangleichung gebeten - fast ein halbes Jahr später hat dann der Fuger am gesamten Haus die Fugen ausgebessert mit dem Ergebnis , was auf dem Foto zu sehen ist - habe wieder beanstandet - Unternehmer begründete jetzt den Farbunterschied , das die "alten" Fugen ja schon bewitter sind u. eine genaue Farbanpassung nicht möglich sei -
habe ihn darauf hingewiesen , dass er selbst dazu beigetragen habe , weil er erst nach einem Jahr diese Nachbesserung durchgeführt habe -
Das Foto zeigt den Zustand heute nach einem halben Jahr nach der Ausbesserung. Das eine gewisse Toleranz zu 'dulden' ist , ist mir klar , aber nicht das , was ich jetzt an den Fugen habe !?
Es wurde Sand mit Zement verwendet.
Sollte man einen Sachverständigen einschalten oder führt das zu nichts ?
Die Gewährleistung läuft Mitte 2012 ab.

Viele Grüße
Hotte
 
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 10.10.2009:
 
Da kann ich nur auf meine erste Antwort verweisen.
Eine künstliche Vorbewitterung ist halt schlecht machbar.
Also mal 1 Jahr warten....
Ausserdem finde ich, jedenfalls auf Ihrem Foto, den Farbunterschied gar nicht so schwerwiegend.
Da die Ziegel "geflämmt" sind, also auch sehr viel "Farbspiel" besitzen, fallen die Unterwschiede in den Fugen weniger auf, als bei einem Standart-Vormauerziegel.
Fragen Sie mal einen ganz unbeteiligten.
Als Hausbesitzer hat man immer einen wesentlich kritischeren Blick!
 
 
Hotte (Gast) schreibt am 12.10.2009:
 
Hallo ,
das ist schon alles richtig was Sie sagen , aber wie gesagt , habe ich das Gefühl , dass die nachgebesserten Stellen am Rand immer heller werden !?
Unbeteiligte sagten zu mir : \"hat euer Haus die Masern !?\" Ein Maurerpölier meinte , das die Stellen immer zu sehen sein werden u.im schlimmsten Fall im Laufe der Jahre herausbrechen könnten !?
Das ist mein e größte Sorge , das ich später nach Ablauf der Gewährleistung mit den auftretenden Schäden allein fertig werden u. einen vielleicht nicht unerheblichen , finaziellen Aufwand tragen muß.
mfG Hotte
 
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 12.10.2009:
 
Ist die Baufirma Innungsmitglied?
Dann könnten Sie vor Einschaltung eines Gutachters (mit ungewissem Ausgang) mal die Innung um eine Stellungnahme bitten.
 
 
Hotte (Gast) schreibt am 22.10.2009:
 
Hallo , da bin ich wieder ,
ja , die Fa. ist Mitglied u. das "Problem" ist halt, dass der Sen. Innungsobermeister u. sein Sohn Sachverständiger ist ! So nach dem Motto : "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus ". Hinzu kommt , das der Unternehmer auf nichts 'reagiert' !? Ich bin weiß Gott keiner , der jemanden auf die Nerven geht u. habe viel Geduld u. Verständnis , da ich selbst 45 Jahre Handwerker war. Aber das , was da im Zusammenhang abläuft "NO GO" !
Wie schon bereits erwähnt , die nachgearbeiteten Stellen können sich im Laufe der Jahre im Farbton etwas angleichen !? Mir geht es hauptsächlich
um die Haltbarkeit nach Ablauf der Gewährleistung.
Ich werde mal sehen , was ich in Zukunft noch in dieser Sache unternehmen werde !?
Vielen Dank für den Chat.
mfG
Hotte